- Kurt Kreikenbom: Gesang, akustische Gitarre, Schlagzeug
- Thomas Knobl: elektrische Gitarre, akustische Gitarre
- Bernhard Christian: Bass, Violine, elektrische Violine
- Catico Barragan De Luyz: Gesang, Percussion
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APACHE BLANKET
Ich war ein wandernder Fremder. Schwer abgerissen. Als ich eine Bar betrat, um mich ein wenig auszuruhen. Eine Band spielte. Ich fand einen Platz an einem Tisch gegenüber der Bar, direkt neben der schlecht beleuchteten Bühne. Eine hohe, schwermütige Geigenmelodie setzte soeben zur Landung an, aufgefangen von einigen Schlägen auf den Bongos, während zwei Gitarren die Frage aufwarfen, ob ich von meinem betrunkenen, aber offenbar noch nicht abgebrannten Tischnachbarn jetzt einen Bourbon oder einen Mezcal schnorren sollte.
Der Gesang, der plötzlich anhob, kam mir zuvor. Abwechselnd auf Spanisch und Englisch wurde der Mond angeheult, schöne Frauen betraten die Szene und verließen sie wieder, die Sonne ging auf und wieder unter. Was zunächst wie eine Klage klang, war unvermittelt eine Party. Ich merkte, wie ich mich zum ersten Mal seit Tagen entspannte. Das hier war kein Entertainment, das war wirklich. Aber wer war ich?
Jedesmal, wenn ich glaubte, nun zu wissen, wie ich auf die Fragen zu antworten hatte, die mir diese Musik zu stellen schien, erhob sich erneut die Geige und die Gitarren trugen mich in einen Raum, den ich nie zuvor gesehen hatte.
Als ich zu mir kam, schaute mich die Kellnerin an und lächelte. “Der Drink ist von der Band.” Um meine Schultern hing eine braune, gemusterte Wolldecke und vor mir auf dem Tisch stand ein schönes Glas Scotch, daneben eine Schachtel Zigaretten und Streichhölzer. Zu meiner Linken schnarchte der betrunkene Lebemann. Die Bühne war leer.
“Die Decke kannst Du behalten.” meinte die Kellnerin.
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